Natur und Landschaft

Wir wollen mehr Natur und Freiflächen in den Siedlungsgebieten und an den Verkehrswegen. Bei der Aufstellung von Bebauungsplänen wollen wir “grüne” Akzente setzen. Die Planung neuer Verkehrswege wie zum Beispiel der Westtangente werden wir kritisch begleiten und unsere Vorschläge einbringen.   Grün ist gerade in einer wachsenden Stadt sehr wichtig.


Bild: Landshut Flutmulde
Landshut Flutmulde

Lebensraum in den Siedlungsgebieten

Grünachsen an den Verkehrswegen

Planungsbegleitung der Westtangente

Laufende Aktionen

Bisherige Aktionen

Ziele

Wir legen großen Wert darauf, dass in bereits bebauten Quartieren, aber auch bei neuen Bebauungsvorhaben genügend Bäume und Sträucher gepflanzt sowie  Grünflächen angelegt werden. Wir sehen in einer stark wachsenden Stadt das „grüne Element“ gegenüber der Bebauung in den Hintergrund geraten. Der naturschutzrechtliche Ausgleich aufgrund von neuer Flächenversiegelung muss angemessen berücksichtigt, Ausgleichsmaßnahmen auch tatsächlich umgesetzt und von der Stadt kontrolliert werden. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Schadstoffe filternden Funktion von Bäumen darf das Grün in der Stadt nicht zu kurz kommen.

Wir fordern daher:

  • Grünflächen in bebauten und neuen Wohnquartieren als wichtige ökologische, Erholungs- und Klimaschutzfunktion erhalten und erweitern
  • bei neuen Bebauungs- und Grünordnungsplänen zielgerichtete Festsetzungen für Pflanzungen (gemäß dem Motto: Lieber weniger Bäume, dafür aber an geeigneten Stellen)
  • Naturschutzrechtlichen Ausgleich bei Bau- und Gewerbegebieten und die entsprechenden Pflanzungen durch die Stadt kontrollieren
  • mehr Bürgerbeteiligung und bessere Transparenz bei Bauvorhaben der Stadt
  • Pflanzung von bienenfreundlichen Gehölzen und Gräsern auf öffentlichen Flächen

Wir beabsichtigen folgende Aktionen:

  • Äußerungen bzw. Stellungnahmen zu aktuellen Bauleitplanverfahren der Stadt, wo erforderlich
  • die Öffentlichkeit zum Thema Bäume sensibilisieren (Negativbeispiel: Fällung der „Klosterholzpappeln“ im Februar 2018; solche Aktionen sollten in Zukunft vermieden werden)

Bild Grünachse
Grünachse

Die Straßen eignen sich oft gut für begleitendes Grün wie Rasen, Sträucher oder auch Bäume, wenn genügend Platz vorhanden ist. Bäume gewinnen gerade in Städten mit ihrem relativ hohen Versiegelungsgrad immer mehr an Bedeutung aufgrund ihrer Filterfunktion für Schadstoffe, ihrer Klimawirksamkeit, der Feuchtigkeitsregulierung, der Schattenspende und vieler weiterer Pluspunkte. Wir sehen einen schleichenden Verlust von Grünachsen zugunsten weiterer Siedlungsflächen und neuen Verkehrsadern und eine immer stärkere Zerschneidung von naturnahen Flächen. Hier muss gegengesteuert werden und in neuen Baugebieten müssen Grünachsen von Bebauung freigehalten werden.

Wir fordern daher:

  • Grünachsen als sog. Biotopverbundsysteme in der Stadt erhalten und weiter vernetzen
  • historische Verbindungsachsen oder Freiräume erhalten , wertschätzen und wiederbeleben, z.B. Grün-Schneisen zwischen Altdorf und Landshut, Flutmulde, Bahnhofswald etc.
  • bei neuen Verkehrswegen ausreichend Raum für Grün einplanen und (Grün-)Puffer für bebaute Flächen vorsehen

Wir beabsichtigen folgende Aktionen:

  • Bauleitplanungen (soweit möglich) kritisch hinsichtlich Verkehrsflächen, Grünmaßnahmen, Biotopverbund begleiten
  • Exkursionen zu ausgesuchten Landshuter Verkehrswegen

Bild Verlauf der Westtangente
Mögliche Trasse der Westtangente

Der Bürgerentscheid 2017 zur Westtangente brachte zwar das Ergebnis, dass die Bürger eine Westanbindung von Landshut wollen. Allerdings hatte auch die Frage, ob der Auwald erhalten werden und keine Westtangente gebaut werden soll, eine Mehrheit. Auch wenn bereits Vorbereitungen und Planungen für den Bau laufen, sehen wir in der überwiegenden Bejahung der o.g. Frage einen Auftrag, einen Schaden für die wertvolle Natur der Au und der anliegenden landwirtschaftlichen Flächen weitestgehend zu vermeiden. Wir sehen unsere Aufgabe, nachdem die Entscheidung zum Neubau gefallen ist, vor allem darin, dass die Belange des Naturschutzes, des Hochwasserschutzes, des Trinkwasserschutzes, des Bannwalds, der Erholung, der Landwirtschaft vor dem Hintergrund eines immensen Flächenbedarfs ausreichend gewürdigt werden und in die Planung einfließen. Wir zeigen auf, dass selbst für eine wachsende Stadt wie Landshut Alternativen wie Carsharing, Optimierung des ÖPNV und des Fahrradverkehrs möglich sind.

Wir fordern daher:

  • Zielkonflike zwischen dem Bau der Westtangente einerseits und den Belangen des Naturschutzes, des Hochwasserschutzes, des Trinkwasserschutzes, des Bannwalds, der Erholung, der Landwirtschaft andererseits klar darstellen
  • artenschutzrechtliche Prüfung im Zuge der Entwurfsplanung (voraussichtlich ab 2019) mit der Maßgabe, dass die Ergebnisse nachvollziehbar für den Bürger sind
  • ausreichenden naturschutzrechtlichen Ausgleich für Trasse und intensive Begleitung bei der Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen
  • zukünftig vor jedem größeren Straßenbauvorhaben Alternativen zum motorisierten Individualverkehr prüfen

Wir beabsichtigen folgende Aktionen:

  • Bürger regelmäßig über neue Entwicklungen zur Westtangente informieren, z.B. über Pressearbeit oder Veranstaltungen. Eine objektive Information im Vordergrund!
  • Alternativen zum motorisierten Individualverkehr aufzeigen und Veranstaltungen zu nachhaltiger Mobilität sowie besserer Abstimmung zwischen Straßen-, Schienenverkehr, Bus und Fahrrad durchführen (zusammen mit Themenschwerpunkt Mobilität)
  • Fachinformationen zum Thema Naturschutz, Natura 2000, Trinkwasserschutz über die bekannten Verbände und Organisationen einholen

Pressemeldungen

2018-11-30-Landshuter Zeitung: Der Saldo ist negativ

2018-03-27-Landshuter Zeitung: Grün am Bau? Häufig Fehlanzeige

2018-02-27-Landshuter Zeitung: Da schau her: Bäume können bleiben

2018_01_29: Bismarkplatz – 3 Parkplätze weniger und drei Bäume